Dies sind bekannte Persönlichkeiten aus dem Bundesstaat Wisconsin

Aus Wisconsin kommen natürlich auch berühmte Persönlichkeiten. Eine davon ist der Politiker und Sozialreformer Robert „Fightin’ Bob“ La Follette. Dieser war zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht nur Gouverneur, sondern wurde später auch noch in den Senat gewählt. Auch der Senator Joseph McCarthy erlangte Ruhm, allerdings eher in negativer Form. Er wurde durch seine Kommunistenjagd bekannt und so ging in die Geschichte ein. Ein weiterer Mann, der für negative Schlagzeilen gesorgt hat, ist der Mörder und Grabschänder Edward Theodore Gein. Seine schrecklichen Taten waren die Grundlage für zahlreiche Filme, darunter auch das Texas Chain Saw Massacre. Jeffrey Lionel Dahmer war ebenfalls ein bekannter Mörder, der als Serienmörder gilt und auch unter dem Namen „The Milwaukee Monster“ bekannt ist.

Der Bundesstaat Wisconsin hat auch berühmte Politiker vorzuweisen. Darunter Philip F. La Follette, ein einstiger Gouverneur Wisconsins. Neben weiteren Politikern wie etwa der israelischen Ministerpräsidentin Golda Meir, kommen auch bekannte Sportler aus dem Bundesstaat Wisconsin. So beispielsweise der Eisschnellläufer Eric Arthur Heiden. Dieser wurde 1980 von dem Magazin L’Équipe zum Weltsportler des Jahres gewählt. Weitere Ehrungen sind die Aufnahme in die „United States Olympic Hall of Fame“ und „Wisconsin Athletic Hall of Fame“. Eine weitere berühmte Person ist der NASCAR-Rennfahrer Matthew Roy Kenseth. Im Jahre 2003 wurde er Champion des Winston Cup. Eine weitere Rennfahrerin aus Wisconsin ist Danica Sue Patrick. Sie fuhr von 2005-2011 in der IndyCar Series. Zudem hatte sie auch schon einen Gastauftritt in einer berühmten Fernsehserie und konnte so diverse Schauspielerfahrung sammeln.

Aus Wisconsin stammen auch viele Künstler aus den unterschiedlichsten Bereichen der Kunst. So hat hier der berühmte Hollywood Schauspieler William „Willem“ Dafoe seine Heimat. Dieser ist aus zahlreichen Filmproduktionen bekannt und erlangte weltweiten Ruhm durch seine Rollen. Auch der Schauspieler und Theaterregisseur Mark Rylance ist aus vielen Produktionen bekannt. Tony Shalhoub spielte die Hauptrolle in der Erfolgsserie „Monk“. Für seine Leistungen wurde er unter anderem mit dem Golden Globe Award und Emmy prämiert. Auch die Schauspielerin Jessica Karen Szohr ist aus verschiedenen Serien bekannt. Dies trifft auch auf Eric Kyle Szmanda zu. Andere kreative Personen aus Wisconsin sind die Schriftstellerin Edna Ferber, die Malerin Georgia O’Keeffe, der Entertainer Liberace, der Jazzmusiker Woody Herman, der Magier und Entfesslungskünstler Harry Houdini und der Ballettdirektor John Neumeier.

Donald Kent „Deke“ Slayton war ein Astronaut aus Wisconsin, der im Jahre 1975 einen Raumflug absolvieren durfte. Dem berühmten Architekten Frank Lloyd Wright, sind viele Bauwerke in den gesamten Vereinigten Staaten zu verdanken. Herbert Simon gewann im Jahre 1978 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Weitere bekannte Menschen aus Wisconsin sind der Ökonom und Soziologe Thorstein Veblen und der Psychologe und Psychotherapeut Carl Rogers.

Die Wirtschaft und Infrastruktur in Wisconsin

Der Haupterwerbszweig des Bundesstaates war schon immer die Landwirtschaft. Dieser Fakt hat sich bis in die heutige Zeit nicht geändert. Auch heute noch ist die Landwirtschaft ein wichtiger Erwerbszweig Wisconsins. In Wisconsin wird intensive Milchwirtschaft betrieben. Dies hat dem Bundesstaat den Beinamen „Amerikas Molkereiland“ verschafft. Die Bewohner werden zudem landesweit auch Käseköpfe genannt. Eine starke industrielle Wirtschaftsbasis sorgt für wirtschaftliche Stabilität des Bundesstaats. Die Firma Harley-Davidson stellt ihre Motorräder in Wisconsin her. Der Bundesstaat ist zudem der Sitz von weiteren Namenhaften Herstellern, die auf der gesamten Welt populär sind. Das Straßen- und Schienennetz in Wisconsin sind gut ausgebaut.

Sehenswürdigkeiten im Bundesstaat Wisconsin

In Wisconsin gibt es einiges zu sehen. Vor allen Menschen die an der Kultur und Geschichte des Bundesstaats interessiert sind, werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Denn in verschiedenen Museen wurde die Vergangenheit und Geschichte von Wisconsin bis in die heutige Zeit erhalten und kann von den Besuchern betrachtet werden. In Green Bay ist das National Railroad Museum zu finden. Dies festigt die Überlieferungen, dass die Eisenbahn, wie in vielen anderen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten, eine äußerst wichtige Rolle in Wisconsin spielte. In Milwaukee befindet sich das Harley-Davidson Museum und präsentiert dem Besucher die Geschichte der Motorräder. In Oshkosh steht das EAA AirVenture Museum.

Auch in sportlicher Hinsicht hat der Bundesstaat einiges zu bieten. In der NFL, der National Football League, spielen die Green Bay Packers. Das Footballteam kommt selbstverständlich aus Green Bay. Die Milwaukee Brewers sind in der Major League Baseball aktiv. Ein beliebter Sport in den Vereinigten Staaten ist Basketball. Auch Wisconsin stellt ein Team in der National Basketball Association, kurz NBA. Dort spielen die Milwaukee Bucks. In der AHL, der American Hockey League, spielen die Milwaukee Admirals.

Natürlich ist auch die Landschaft von Wisconsin sehenswert. In den weit ausgedehnten Wäldern warten einzigartige Naturspektakel auf ihre Entdeckung. Der Michigan-See ist hingegen ein beliebtes Urlaubsgebiet. Hier gibt es wundervolle Strände und kleine Dörfer, die einen gewissen Charme versprühen. Die Wisconsin Dells bieten skurrile Klippen, deren Formen den Besucher überraschen werden. In Lac du Flambeau leben viele Indianer. Dieser Ort liegt in der Mitte der Seenlandschaft und bietet Bilder aus längst vergangenen Tagen.

Die Politik im Bundesstaat Wisconsin

Der Bundesstaat Wisconsin wird landesweit als Swing State bezeichnet. Das bedeutet, dass der Wahlausgang einer Präsidentschaftswahl meist sehr knapp ausfällt. Da es in Wisconsin eine Ausgewogenheit von ländlichen Regionen und größeren Städten gibt, herrscht in dem Bundesland weitgehend ein politisches Gleichgewicht der großen Parteien. Im Jahre 2004 gewann der Präsidentschaftsanwärter John Kerry mit nur 50,4 % der Stimmen. Auch in der Wahlzeit im Jahr 2000 war der Ergebnis sehr knapp. Insgesamt gibt es im Bundesstaat Wisconsin 10 der heiß begehrten Wahlmännerstimmen. Damit hat Wisconsin mehr Wahlmännerstimmen, als die meisten anderen Bundesstaaten in den Vereinigten Staaten. In Wisconsin haben die Demokraten leichte Vorteile gegenüber den Republikanern. Daher haben die Demokraten die letzten Präsidentschaftswahlen in diesem Bundesstaat meist gewonnen.

Da Wisconsin nur wenige sehr große Städte hat, gibt es wenig soziale Probleme im nördlichen Bundesstaat. Im Jahr 1997 wurde mit der Hilfe eines speziellen Politikprogramms die Anzahl der Sozialhilfeempfänger stark reduziert. Im Süden des Bundesstaates, wo es größere Städte wie Milwaukee und die Hauptstadt Madison gibt, sind die sozialen Probleme auch weitgehend im Griff. Seit dem 20. September 1976 ist Wisconsin das Partnerland des deutschen Bundeslandes Hessen.

Im Moment ist mit Scott K. Walker ein Republikaner der Gouverneur von Wisconsin. Von 2003-2011 war James Edward Doyle, ein Demokrat, Gouverneur des Bundesstaats. Ab 1959 waren die Demokraten und Republikaner ausgewogen oft im Amt des Gouverneurs. Zuvor war dieses Amt meist nur den Republikanern vorbehalten. Seit 2011 ist mit Ronald Harold Johnson ein Republikaner der Senator von Wisconsin. Er gehört den Senatoren der dritten Klasse an.

Die Bevölkerung von Wisconsin

Auf den 169.639 km² leben über Fünfeinhalbmillionen Menschen. Unter den US-Bundesstaaten belegt Wisconsin damit den 18. Rang im Bereich der Bevölkerungsanzahl. 88 % der Bürger von Wisconsin sind Weiße. Die Afroamerikaner bringen es im Bundesstaat auf etwa 6 %. 3,5 % der Bevölkerung sind Hispanics. Der Anteil an Asiaten liegt bei 2 %. 1,3 % der Menschen in Wisconsin entstammen einer indianischen Herkunft. Etwa die Hälfte der Menschen in Wisconsin stammt von deutschen Einwanderern ab, die es einst in das neue Land zog, um dort zu siedeln. Die deutschen Wurzeln sind auch noch heute in dem Bundesstaat zu finden. So gibt es in Wisconsin Städte wie Berlin, New Berlin, New Holstein und Kiel. Daraus lässt sich leicht schließen, dass die damaligen Ortsgründer aus Deutschland stammten. Im Jahre 1856 wurde in Wisconsin Geschichte geschrieben, denn in diesem Jahr gründete Margarathe Meyer, die Frau des Revolutionärs Carl Schurz, den ersten Kindergarten in den Vereinigten Staaten.

Im 19. Jahrhundert gab es die ersten großen Einwanderungswellen in das Land. Neben vielen Deutschen wurden auch viele Menschen aus Skandinavien auf das neue Land aufmerksam und begannen in Wisconsin ein neues Leben, fern ab ihrer alten Heimat. Dazu zählten Norweger, Finnen, Schweden, Dänen, aber auch die Zentraleuropäer waren mit einigen Schweizern vertreten. Diese Auswanderer gründeten im Bundesstaat Wisconsin die Städte New Glarus und Monroe. Während der Einwanderungswellen strömten auch zahlreiche Menschen aus Osteuropa in das neue Land. 10 % der heutigen Menschen in Wisconsin sind Polen oder stammen von Einwanderern aus diesem osteuropäischen Land ab, die vor langer Zeit nach Wisconsin kamen, um sich dort anzusiedeln.

Zwar ist Madison die Hauptstadt von Wisconsin, allerdings ist sie lediglich die zweitgrößte Stadt des Bundeslandes. Die Nummer 1 belegt die Stadt Milwaukee. Diese wurde in ihrer Entwicklung im Laufe der Zeit sehr von den Einflüssen der deutschen Einwanderer aus Europa geprägt. Einst trug die Stadt sogar den Spitznamen „Deutsches Athen“. Um das Jahr 1880 waren 27 % aller Bewohner von Milwaukee gebürtige Deutsche. Diese waren die erste Generation Nachkommen von den ersten Einwanderern aus Deutschland. Im Jahre 1910 wurde mit Emil Seidel der erste sozialistische Bürgermeister einer größeren Stadt in den gesamten Vereinigten Staaten. Milwaukee galt schon sehr früh in sozialen Themen als äußerst fortgeschritten. Milwaukee ist zudem die Heimat einer Universität. Die Stadt erinnert ihre Bewohner und Besucher stets an ihre deutschen Wurzeln. So findet jährlich das „Germanfest“ in Milwaukee statt. Während der beiden Weltkriege, ließ die Verbundenheit zum Land der ersten Siedler etwas nach und einige deutsche Speisen bekamen neue Namen, die nicht nach deutsch klangen. Milwaukee gilt als amerikanische Bierhauptstadt, denn die deutschen Siedler haben einige Brauerein errichtet. Auch deutsche Speisen sind hier heute wieder vielerorts zu finden. Die drittgrößte Stadt des Bundeslandes, welche auch national einen hohen Bekanntheitsgrad besitzt, ist Green Bay.

Wisconsins setzt sehr auf das Bildungswesen. So gibt es im Bundesstaat insgesamt 11 Universitäten. Die meisten davon befinden sich in den drei größten Städten des Landes. Die Bevölkerungszahl des US-Bundesstaates hat im Laufe der Zeit stetig zugenommen. In den 10 Jahren zwischen 1850 und 1860 ist die Bevölkerung um stolze 200 % gestiegen. Zwar ist diese hohe Zahl in den Jahren darauf geschrumpft, dennoch stieg sie immerzu weiter an. Ursprünglich lebten etwa 300.000 Menschen in Wisconsin. Von den heutigen rund Fünfeinhalbmillionen Menschen gehören die meisten dem katholischen Glauben an. Weitere große Religionsgemeinschaften in Wisconsin sind die Evangelical Lutheran Church in America und die Lutheran Church – Missouri Synod. Jedoch sind diese Religionen wesentlich kleiner als die Gemeinschaft der Katholiken.

Die geographische Lage des Bundesstaats Wisconsins

Wisconsin ist der 23 größte Staat der Vereinigten Staaten von Amerika. Insgesamt erstreckt sich das Gebiet über 169.639 km². Fast die Hälfte des Festlandes von Wisconsin ist mit Wäldern überzogen. Daher ist der Bundesstaat im ganzen Land für seine prächtigen Wälder bekannt. Ganze 28.976 km² des Bundesstaats, das entspricht in etwa 17 %, sind mit Wasser bedeckt. Insgesamt gibt es etwa 15.000 Seen in Wisconsin. Insgesamt wird der Bundesstaat in 5 Regionen unterteilt. Im Norden von Wisconsin liegt Lake Superior Lowland. Südlich davon befinden sich die Northern Highlands. Diese Region weist herrliche Wälder und eiszeitliche Seen auf. Die Region ist zudem die Heimat von Timms Hill, dem mit 595 Metern höchstgelegene Punkt von ganz Wisconsin. Der niedrigste Punkt ist mit 176 Metern der Lake Michigan. Durch den Bundesstaat fließt der Black River.

Südlich der Northern Highlands liegen die Central Plains. Diese Region eignet sich hervorragend für den Ackerbau. Im Südosten von Wisconsin liegen die Eastern Ridges and Lowlands. In dieser Region existieren die größten Städte des Bundeslandes. Im Westen befinden sich die abwechslungsreichen Western Uplands. Wisconsin grenzt an 4 andere Bundesstaaten. Im Westen liegen Iowa und Minnesota. An der südlichen Grenze Wisconsins befindet sich Illinois. Im Osten grenzt der Michigansee und im Norden liegen der Oberen See und Michigan. Der Black River fließt nicht nur durch Wisconsin, sondern auch durch Michigan. Insgesamt hat Wisconsin eine Gesamtlänge von etwa 500 Kilometern. Die gesamte Breite beträgt in etwa 420 Kilometer. Obwohl es in Wisconsin ausgedehnte Wälder gibt, ist der Bundesstaat, aufgrund seiner zahlreichen Farmen, auch für seinen Ackerbau bekannt.

Wisconsin

Die Geschichte von Wisconsin

Einst war das Land in Wisconsin von zahlreichen Indianern bewohnt. Die Ureinwohner gehörten den Stämmen der Winnebago, Chippewa, Menominee, Sioux und Fox an. Als das amerikanische Festland schließlich von den Europäern besiedelt wurde, waren es die Franzosen, die zuerst in den Bundesstaat vordrangen. Der französische Entdecker Jean Nicolet war im Jahre 1634 auf der Suche nach einem direkten Seeweg zum asiatischen Kontinent auf die Landmasse von Nordamerika gestoßen. Während dieses Vorhabens, legte er in der Bucht von Green Bay an. Dabei stieß er an Land zum ersten Mal auf die Winnebago-Indianer. Doch die französische Ansiedlung hielt nicht sehr lange an. Denn im Jahre 1763 regelte der Vertrag von Paris die Überseemacht und schränkte die französische Machtstellung arg ein. Der Vertrag ermöglichte den Briten gemeinsam mit Portugal, wichtige Kolonien zu übernehmen. Damit lösten sie die Franzosen und Spanier ab. Fortan übernahmen also die Briten die Kontrolle über das Land. Diese Zeit währte bis zum amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen die britische Krone im Jahre 1812.

Am 29. Mai 1848 wurde Wisconsin der 30. Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika. Noch im 19 Jahrhundert erlebte Wisconsin einige Aufschwünge. Aufgrund der weiten Wälder gab es selbstverständlich viele Wildtiere. Die Jagd auf diese Tiere löste einen regelrechten Boom im Bereich des Pelzhandels aus. Dieser Handel machte eine lange Zeit eine große Einnahmequelle des Bundesstaat Wisconsins aus. Die erste Siedlerwelle kam aufgrund der Ausbeutung von Bleiminen. Der natürliche Rohstoff wurde zu einem wichtigen Faktor des Bundesstaates. Als die Eisenbahn nach Wisconsin kam, und dort weite Schienennetze errichtet wurden, konnten die natürlichen Ressourcen in großen Mengen in das restliche Amerika befördert werden, sodass Wisconsin ein gutes Geschäft machte. Eine weitere Einnahmequelle zu dieser Zeit war der Holzhandel. Der Norden von Wisconsin wurde im 19. Jahrhundert durch den Handel mit Holz geprägt.