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Katzen
Einzelgänger auf Samtpfoten
Seit Jahrtausenden ist die Katze – mit wissenschaftlichem Namen felis silvestris forma catus genannt – Begleiter des Menschen. Domestiziert von den alten Ägyptern, gibt es sie mittlerweile in verschiedensten Farben und Wuchsformen, lang- oder kurzhaarig. Doch im Gegensatz zu unzähligen Hunderassen haben die kleinen Raubtiere Aussehen und Form ihrer Ahnen weitgehend beibehalten.
Abstammung
Es gilt heute als erwiesen, dass Hauskatzen ausschließlich von den ursprünglich in Asien lebenden Wildkatzen abstammen. Dabei gilt die Falbkatze, eine in den Afrikanischen Steppen lebende Unterart, als direkter Vorgänger der domestizierten Katzen. Durch ihr recht friedliches Auftreten machte die Falbkatze es den Ägyptern vor etwa 4.000 Jahren leicht, sie an das Zusammenleben mit den Menschen zu gewöhnen.
Verbreitung
Katzen sind mittlerweile auf der ganzen Welt beheimatet. Bereits früh haben sie sich in Europa, Asien und Afrika ausgebreitet. Nach Amerika, Australien und Neuseeland gelangten sie mit den europäischen Eroberern.
Galt die Katze für ihre Besitzer lange Zeit nicht nur als Schädlingsvernichter, sondern auch als Fell- und Fleischlieferant, so werden sie bei uns heute oft aus reiner Liebhaberei gehalten.
Körpermerkmale
Hauskatzen sind im Durchschnitt 40 bis 50 cm lang, der Schwanz, den die Katze für ihre Körpersprache und als Steuer beim Springen benutzt, hat zusätzlich eine Länge von circa 30 cm. Bei einer Höhe von etwa 30 cm, wiegen die Tiere zwischen 4 und 10 kg. Männliche Katzen sind oft etwas größer als die weiblichen. Die Stubentiger bringen nach etwa 65 Tagen Tragzeit 2 bis 7 Junge zur Welt. Die Raubtiere werden in menschlicher Obhut etwa 12 bis 15 Jahre alt.
Die ursprüngliche Hauskatze ist „getigert“ und kurzhaarig, es gibt sie aber jetzt in unzähligen Variationen.
Die Katze läuft auf ihren vier Pfoten und kann die Krallen zum Fangen der Beute und zum Klettern ausfahren. Sie kann sehr gut springen und rennen, ist aber kein ausdauernder Läufer.
Ihre spitzen Ohren können sich in mehrere Richtungen drehen, die großen nach vorne gerichteten Augen sind optimal auch an das Jagen in der Nacht angepasst.
Die Katze besitzt, wie alle Raubtiere, starke Reißzähne.
Sinnesorgane
Katzen haben einen hoch entwickelten Tastsinn. Mithilfe der um den Mund herum befindlichen Schnurrhaare erkennt das Tier, ob es durch eine Lücke passt. Diese – in der Fachsprache Vibrissen genannten – Tasthaare wachsen ein Leben lang nach. Rezeptoren an den Vorderpfoten lassen die Beutejäger schon kleinste Erschütterungen ertasten.
Das Gehör der Katze ist auf ihre Art des Beutefangs ausgerichtet. Während sie völlig lautlos verhaart, bewegen sich ihre Ohren in die Richtung, aus der sich Mäuse und andere kleine Tiere nähern.
Katzenaugen leuchten, wenn man sie im Dunkeln mit Licht anstrahlt. Das liegt an einer Zellschicht, die das Licht auf die Sehzellen im Auge reflektiert. Zusätzlich zu dieser Anpassung an die Dunkelheit besitzen Katzen in ihrer Netzhaut eine große Dichte an Stäbchen – den Zellen, die es ermöglichen auch in der Dämmerung Konturen zu unterscheiden. Die Pupille ist bei Dunkelheit rund und groß, um möglichst viel Licht aufnehmen zu können. Tagsüber ist sie schlitzförmig zusammengezogen, um ein Übermaß an Licht zu verhindern.
Da Katzen ihre Artgenossen am Geruch erkennen, markieren sie ihre Umgebung durch Duftmarken. Sie verspritzen dazu Urin oder reiben sich an Gegenständen.
Verhalten
Katzen zeigen durch Körpersprache und Laute ihre Gefühle: Kommt die Katze mit erhobenem Schwanz angelaufen, so ist das eine freundliche Begrüßung. Schließt sie ihre Augen leicht und beginnt zu schnurren, dann fühlt sie sich wohl. Faucht das Tier, legt dabei die Ohren an, sträubt das Fell und zeigt die Zähne, so droht es seinem Gegner.
Katzen jagen ihre Beute allein, streifen als Einzelgänger durchs Revier. Während besonders geschlechtsreife Kater die Gemeinschaft zu gleichgeschlechtlichen Artgenossen auch sonst meiden, leben mehrere Weibchen oft friedlich zusammen.
Ist die weibliche Katze rollig, so lockt sie ihre Partner durch lautes Maunzen an.
Haltung
Katzen sind Fleischfresser. In dem handelsüblichen Dosen- und Trockenfutter sind alle wichtigen Nährstoffe enthalten. Eine einseitige Ernährung mit Trockenfutter ist allerdings nicht gesund für das Tier.
Wohnungskatzen benötigen darüber hinaus Katzengras, um verschluckten Haare durch einen Brechreiz hochwürgen zu können.
Außerdem muss jede Wohnungskatze ihr Katzenklo bekommen. Um ihre Krallen zu wetzen und sich nicht zu langweilen, sind Kratzbaum und Spielzeug unabdingbar. Haltung im Freien ist zwar abwechslungsreicher für das Tier, birgt aber Gefahren im Straßenverkehr und durch ansteckende Krankheiten. Ist der Besitzer selten zu Hause, so sollte er sich niemals nur ein einzelnes Tier für die Wohnung anschaffen. Katzen beiden Geschlechts sollten auf jeden Fall kastriert werden.
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